Isle of Portland fühlt sich komplett anders an als viele klassisch frequentierte Kreuzfahrthäfen. Keine Palmen, keine Strandpromenade, kein typisches Touristengefühl.
Stattdessen raues Küstenwetter, salzige Luft, grüne Hügel, alte Steinmauern und dieses ganz besondere britische Flair zwischen Geschichte, Küste und kleinen Dörfern.
Gut zu wissen
Den Hafen selbst kannst du nicht einfach zu Fuß verlassen. Nach dem Face-Check geht es zunächst mit einem Shuttlebus aus dem Hafengebiet heraus. Von dort starten entweder Ausflüge oder du kannst die Umgebung auf eigene Faust erkunden.
Viele entscheiden sich hier für größere Touren Richtung Stonehenge oder Salisbury – aber auch direkt rund um Portland gibt es einiges zu entdecken.
Unser Tag zwischen Stonehenge und Salisbury
Für uns ging es gemeinsam mit einer weiteren Alleinreisenden in einer kleinen Gruppe und einem Guide los Richtung Stonehenge. Gebucht hatten wir den Ausflug über meine-landausfluege.de, dem Ausflugsanbieter speziell für Kreuzfahrer. Da wir so begeistert von der Ausflugsorganisation waren, können wir euch diese Ausflüge nun auch im Rahmen eines Partnerprogramms über unsere Seite anbieten.
Die Fahrt dorthin ist schon ein Erlebnis für sich: kleine englische Orte, grüne Wiesen, alte Häuser, Schafe auf den Feldern und diese typisch britische Stimmung, die sich schwer beschreiben lässt.
Der Ausflug war super organisiert. Wir hatten die Eintrittstickets zu den berühmten Steinen bereits vorab, sodass wir uns die lange Schlange sparen konnten. Toll war außerdem, dass wir dank des Kleinbusses schon vor den drei großen Ausflugsbussen der Reederei dort waren und so das Erlebnis etwas mehr für uns hatten.
Nach einer kurzen Busfahrt steht man plötzlich vor den eindrucksvollen Steinen von Stonehenge. Dieser Ort wirkt in echt komplett anders als auf Bildern. Ehrlich gesagt waren wir überrascht, dass die Steine kleiner wirken als erwartet — aber gleichzeitig hat dieser Ort trotzdem etwas unglaublich Eindrucksvolles.
Vielleicht ist es die offene Landschaft. Der Wind. Die Stille. Oder einfach das Wissen, dass diese Steine dort seit Jahrtausenden stehen. Wind, Wolken und leichter Nieselregen haben perfekt zu diesem mystischen Ort gepasst.
Eigentlich wollten wir danach zurück laufen, aber typisch England: Es war kalt, windig und nass. Also war der Bus zurück zum Ausgang die deutlich bessere Idee.
Nach einer kleinen Stärkung im Shop ging es weiter nach Salisbury. Die Kathedrale dort beeindruckt schon von weitem: riesig, voller Details und mit einer besonderen Ruhe im Inneren. Hohe Gewölbe, alte Fenster und diese Atmosphäre, bei der man automatisch langsamer wird.

Auch Salisbury selbst wirkt fast wie aus einem Film. Bei einem kleinen Spaziergang konnten wir alte Häuser, kleine Gassen, gemütliche Cafés und dieses typisch englische Stadtbild entdecken, das sofort entschleunigt.
Zurück an Bord wurde aus dem Hafentag dann nochmal ein ganz besonderer Moment. Beim SailAway standen wir mit einem Glas Sekt draußen an Deck, während die Sonne langsam hinter der Küste verschwand. Der Himmel färbte sich rosa, lila und blau und plötzlich ertönten zum Ablegen Salutschüsse von einer kleinen Kanone am Hafen. Klein, aber unfassbar laut. Ein kleiner Gänsehautmoment, wie so oft beim Ablegen aus Kreuzfahrthäfen.
Was du auf Isle of Portland machen kannst
Viele Kreuzfahrer nutzen Portland als Ausgangspunkt für Ausflüge ins englische Hinterland. Besonders beliebt sind Stonehenge, Salisbury, Touren entlang der Jurassic Coast und Küstenwanderungen rund um Portland.
Aber auch direkt rund um den Hafen kannst du einen schönen Tag verbringen. Das Portland Castle liegt ganz in der Nähe und bietet schöne Ausblicke aufs Wasser. Außerdem gibt es entlang der Küste tolle Spazierwege mit Blick auf die steilen Klippen und das Meer.
Wer Natur mag, findet rund um Portland viele Wanderwege entlang der Jurassic Coast – einer der bekanntesten Küstenlandschaften Englands.
Passende Ausflüge für Portland, Stonehenge und Salisbury findest auf unserer Ausflugsseite in Zusammenarbeit mit meine-landausflüge.de.
Gut zu wissen für deinen Hafentag
Das Wetter kann sich hier extrem schnell ändern. Selbst im Sommer solltest du unbedingt eine Regenjacke dabeihaben. Der Hafen ist ein Industriehafen, deshalb brauchst du den Shuttlebus, um das Gelände zu verlassen.
Viele Sehenswürdigkeiten liegen etwas weiter entfernt – plane deshalb genug Zeit für Ausflüge ein. Für Alleinreisende eignet sich Portland trotzdem super, vor allem bei organisierten Touren oder kleineren Gruppen.
Unser Fazit zu Isle of Portland
Isle of Portland ist kein Hafen voller großer Attraktionen direkt am Terminal, aber genau das macht ihn spannend.
Hier geht es weniger um Shopping oder Strand und mehr um Geschichte, Natur und dieses besondere britische Flair zwischen Nebel, Küste und alten Gemäuern. Und manchmal sind genau diese Häfen die, die einem am längsten im Kopf bleiben.
Mit Meeresrauschen in Herzen
Anja & Christiane 💙

