Ankommen im Hafen
Es gibt diese Momente auf einer Kreuzfahrt, die sich nicht spektakulär anfühlen müssen, um besonders zu sein. Las Palmas ist genau so ein Ort.
Die Luft ist warm, fast weich. Die Sonne liegt schon auf der Stadt, während das Schiff langsam näherkommt. Keine raue Küste, keine Dramatik – sondern dieses ruhige, helle Ankommen.
Und dann siehst du sie einfach da liegen: die Stadt. Nicht weit weg. Nicht verborgen, sondern direkt vor dir. Und dein erster Gedanke ist nicht: „Was machen wir heute?“, sondern: „Ich geh einfach los.“
Dieses Gefühl von Leichtigkeit beginnt hier nicht erst an Land, sondern schon beim Einlaufen.
Wo liegt der Keuzfahrthafen?
Der Hafen (Puerto de la Luz) liegt so nah an der Stadt, dass du dich fragst, warum es nicht überall so ist. Du steigst vom Schiff und bist nicht in einem abgelegenen Industriegebiet gefangen, sondern direkt am Übergang zwischen Hafen und Leben.
Direkt dort: das Aquarium Poema del Mar, ein großes Shoppingcenter, Cafés, Restaurants und erste Palmen. Es fühlt sich nicht an wie „ankommen im Hafen“. Es fühlt sich an wie „ankommen im Urlaub“.
Vom Schiff in die Stadt
Hier kommt der wichtigste Satz dieses Artikels: Du brauchst keinen Plan bei diesem Hafen. Du gehst einfach los. Kein Shuttle notwendig, kein Suchen, kein „Wo müssen wir hin?“ Ein paar Minuten zu Fuß und du bist mittendrin!
Und genau das verändert etwas: Du bist nicht in dieser typischen Kreuzfahrt-Hektik. Du bist plötzlich einfach unterwegs. Wenn du möchtest: Hop-on-Hop-off-Bus direkt am Hafen, Bus oder Taxi für längere Strecken (z. B. in den Süden).
Christiane war allein in der Stadt unterwegs
Das war auf der Reise von Hamburg Richtung Karibik mit der Mein Schiff. Einer der ersten Häfen überhaupt. Ich hatte mir nichts vorgenommen. Und das ging hier auch ganz leicht, weil du einfach runtergehst und sofort loslaufen kannst.
Ich bin einfach los. Ich war zuerst im Aquarium (Poema del Mar) und bin danach weiter in die Stadt hinein. Ich habe Postkarten gekauft, mich hingesetzt und sie geschrieben. Ein kleiner Moment – und gleichzeitig einer, der sich einprägt. Weil ich bemerkt habe: Wow, ich bin gerade echt alleine unterwegs und ich komme klar, finde mich zurecht und fühle mich sicher.
Ich bin weitergelaufen, am Meer entlang, durch Straßen, die ich nicht kannte. Hab mir einen Kaffee geholt. Bin durch kleine Läden geschlendert. Hab kleine Erinnerungen gekauft.
Und die ganze Zeit war alles nah. Keine langen Wege, keine Unsicherheit, kein Stress. Las Palmas hat es mir einfach gemacht, loszugehen.
Ein weiteres Mal Las Palmas – gemeinsam, aber trotzdem jede für sich
Ein weiteres Mal waren wir während der Weltreise auf Gran Canaria. Und diesmal waren wir zu dritt. Drei Alleinreisende, die gesagt haben: Wir gehen heute einfach gemeinsam los.
Und auch hier war wieder alles super entspannt. Wir sind vom Schiff runter, ein paar Schritte und schon im Shoppingcenter. Die letzten Dinge kaufen die wir vergessen hatten einzupacken, für die Kabine und für Weihnachten. Und dann „nur kurz“ in die Stadt. Was daraus wurde: Wir haben komplett die Zeit vergessen. Weil du hier nicht planen musst. Weil alles ineinander übergeht. Hafen, Stadt, Meer.
Wir sind durch Straßen gelaufen, haben wundervolle Ecken entdeckt, saßen am Wasser und haben einfach zugeschaut, wie die Wellen gegen die Felsen schlagen und Surfer elegant auf den Wellen tanzen.
Die Dünen von Maspalomas – unvergessliche Lachmomente
Später sind wir mit dem Bus zu den Dünen von Maspalomas. Es war warm. Richtig warm. Und unser einziger Gedanke: wir brauchen dringend einen Eiskaffee.
In Maspalomas angekommen haben wir direkt einen geholt und sind damit Richtung Dünen gelaufen. Schuhe aus und barfuß in den Sand. Und plötzlich verändert sich alles. Es wird stiller. Weiter. Irgendwie leichter. Wir sind einfach losgelaufen. Ohne Ziel.
Und irgendwann standen wir oben auf einer Düne und haben uns angeschaut und beschlossen: Wir rollen jetzt einfach runter. Und dann lagen wir da. Unten angekommen, voller Sand. Lachend wie Kinder. Und genau diesen Moment werden wir nie vergessen.
Und dann kam dieser andere Moment. Der, den dir vorher keiner erzählt. Ein großer Teil der Dünen ist FKK-Bereich. Und plötzlich stehst du da, zwischen „Was passiert hier gerade?“ und komplettem Lachanfall. Das war so ein typischer Reise-Moment: Ungeplant. Ein bisschen absurd. Und genau deshalb unvergesslich.
(Wirklich wichtig zu wissen, gerade alleine – das kann erstmal überraschend sein.)
Danach sind wir noch ans Meer. Barfuß am Wasser entlang. Die Füße im Sand, das Wasser an den Knöcheln. Etwas trinken, durchatmen und dann langsam zurück zum Bus und dem Schiff.
Was Las Palmas für uns ist – unser Fazit
Las Palmas ist kein Hafen, der dich beeindrucken will. Er ist ein Hafen, der dir alles gibt, ohne dass du danach suchen musst. Du gehst runter und bist da, Du läufst los und bist mittendrin, du entscheidest selbst, wie viel du erleben willst.
Ob alleine oder mit anderen Alleinreisenden zusammen: Las Palmas macht es dir leicht.
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Aber das Schöne ist: Du brauchst es hier nicht zwingend. Und vielleicht ist genau das der Punkt. Las Palmas ist keiner dieser Häfen, die dich fordern. Sondern einer, der dir zeigt: Du kannst einfach losgehen. Und das reicht.
Mit Meeresrauschen im Herzen
Anja und Christiane 💙

